Die Beauftragten für Menschen mit Behinderung im Rheingau-Taunus-Kreis
Wir, Anita Seidel (Tel. 0160 1491548, anita.seidel@rheingau-taunus.de) und Günter Soukup (Tel. 0160 1485991, guenter.soukup@rheingau-taunus.de), arbeiten ehrenamtlich im Kreis.
Unser Ziel ist eine gute Verbindung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung und den kommunalen Verwaltungen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, in jeder Kommune des Kreises eine/beziehungsweise einen Beauftragten vor Ort zu benennen. Diese Personen sollten vor Ort gut vertraut sein, jedoch nicht in der Verwaltung arbeiten und auch keiner Weisung unterliegen.
Wir beraten Kommunen und Betroffene dabei, wie Barrieren abgebaut oder vermieden werden können. Oft finden wir pragmatische Lösungen, wenn wir frühzeitig einbezogen werden. Bei Neubauten – ganz egal welcher Art – sollten die Beauftragten rechtzeitig eingebunden werden. Dann steigen die Kosten für Barrierefreiheit nur geringfügig, oft um nur 0,6 bis 1,8 Prozent. Nachträgliche Maßnahmen sind deutlich teurer.
Unsere Tätigkeit geht über bauliche Belange hinaus. Menschen mit Beeinträchtigungen haben häufig Schwierigkeiten, bei Behörden gehört zu werden. Dann unterstützen wir dabei, Brücken zu bauen und Anliegen sichtbar zu machen.
Was wir nicht tun: Wir bewerten keine Bescheide und geben auch keine rechtsverbindlichen Auskünfte. Wir können jedoch Betroffenen die passenden Anlaufstellen nennen und sie unterstützen, die richtigen Wege zu finden.
Außerdem sensibilisieren wir durch Veranstaltungen. Wir fördern den Austausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung und arbeiten daran, Barrieren auch jenseits der Mobilität zu erkennen.
Unser Ansatz ist lösungsorientiert: Wir erkennen Probleme und entwickeln gemeinsam praktikable Lösungswege. Wir wissen, dass Barrieren oft erst erkannt werden, wenn man sie selbst erlebt. Deshalb möchten wir, dass Barrieren besser wahrgenommen werden – auch in Bezug auf andere Behinderungen als Mobilität.
Denn nur wer etwas versteht, kann respektvoll handeln.