Präventionsmaßnahmen
Prävention bedeutet Krankheiten zu verhindern, bevor sie entstehen oder schlimmer werden. Man unterscheidet meist drei Ebenen:
- Primärprävention
Ziel: Krankheiten verhindern, bevor sie auftreten.
Beispiele: Impfungen, Nichtraucherprogramme, Zahnhygiene-Aufklärung, Sturzpräventionskurse. - Sekundärprävention
Ziel: Krankheiten früh erkennen, um schlimmere Verläufe zu verhindern.
Beispiele: Krebsfrüherkennung, Blutdruckkontrollen, Screenings. - Tertiärprävention
Ziel: Schlimmere Folgen einer bestehenden Krankheit verhindern.
Beispiele: Reha-Maßnahmen, Rückfallprophylaxe, Schulungen bei Diabetes.
Kurz gesagt: Prävention hat immer den Krankheitsbezug – sie zielt auf das Verhindern, Erkennen oder Eingrenzen von Krankheiten ab.
1. Suchtprävention
- Der Verein JJ e.V. bietet über das Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe im RTK Präventionsangebote, Beratung und Frühintervention bei Suchtverhalten an.
Speziell für Kinder, Jugendliche und Familien gibt es die „KLASSE-Programme“, z. B. in Kitas und Grundschulen, mit Fokus auf psychosoziale Gesundheit, Gewalt- und Suchtprävention, Bewegung und Ernährung. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Vereines JJ e.V.
2. Altersgerechte Gesundheitsförderung
- Der RTK fördert Seniorenangebote: Es gibt Zuschüsse für Vereine oder Gruppen, die Aktivitäten für ältere Menschen anbieten, damit diese aktiv bleiben und Teilhabe haben.
- Das Deutsche Rote Kreuz im Kreis (DRK Rheingau-Taunus) bietet gesundheitsbezogene Bewegungsprogramme für Menschen ab 55 Jahren an, z. B. Übungen für Gelenke, Rücken oder allgemeine Fitness. Angebote des DRK finden Sie hier.
Auch Sturzprävention ist Teil des Programms: Der Sportkreis Rheingau-Taunus hat spezielle Bewegungskurse, die das Sturzrisiko bei älteren Menschen verringern. Der Sportkreis des RheingauTaunus-Kreises bietet Ihnen hier weitere Informationen.
3. Prävention bei Hitze / Klimawandel
- Der RTK hat einen Hitzeaktionsplan aufgesetzt, um die gesundheitlichen Risiken durch Hitzewellen zu minimieren – insbesondere für vulnerable Gruppen (ältere Menschen, Kranke).
- Nützliche Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Rheingau-Taunus-Kreises
Bestandteil sind ein digitales Hitzeportal mit Verhaltenstipps, ein Hitzetelefon für persönliche Beratung und ein Hitzeschutz-Flyer.
4. Schulische Prävention & Früherkennung
- Sprachprobleme bei Kindern werden mit dem Programm „KiSS“ (Kindersprachscreening) adressiert – so kann früh interveniert werden, wenn Defizite bestehen.
In Schulen setzt der Kreis auf Gesundheitsförderung u. a. hinsichtlich Bewegung, Ernährung, Sucht- & Gewaltprävention. Weiteres zu unserer ersten Schulgesundheitsfachkraft finden Sie auf der Seite des Rheingau-Taunus-Kreises
5. Integration & soziale Teilhabe
- Die EUTB (Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung) im RTK berät Menschen mit Beeinträchtigungen oder chronischen Erkrankungen zu Arbeit, Wohnen, Freizeit, Gesundheit etc. Lesen Sie weiter über Unterstützungsangebote der EUTB.
Über den „Masterplan Gesundheit“ des Kreises gibt es eine systematische Strategie, um Prävention, Gesundheitsförderung und Versorgungsangebote im Kreis zu stärken.
6. Präventionspreis RTK
- Der Kreis schreibt einen Präventionspreis aus (z. B. 2025 mit 3.000 €), um innovative lokale Projekte zu fördern, die präventiv wirken – sei es in Sozialarbeit, Gewaltprävention, Gesundheitsbildung u. Ä. Lesen Sie dazu Rheingau-Taunus-Kreis