Alkoholabhängigkeit
Alkohol (Ethanol) wirkt auf das zentrale Nervensystem und hat zunächst eine enthemmende, später eine dämpfende Wirkung. Die Wirkung ist abhängig von der konsumierten Menge, dem Körpergewicht, der Trinkgeschwindigkeit sowie individuellen Faktoren wie Geschlecht und Gesundheitszustand.
(Quelle: Die DHS)
0,2–0,5 ‰: Leichte Enthemmung, Einschränkung der Aufmerksamkeit.
0,5–1,0 ‰: Beeinträchtigung von Reaktionsfähigkeit und Koordination.
1,0–2,0 ‰: Deutliche Gleichgewichts- und Sprachstörungen.
2,0–3,0 ‰: Starke Rauschzustände, Verwirrtheit, Erbrechen möglich.
Ab 3,0 ‰: Lebensgefahr durch Atemlähmung oder Bewusstlosigkeit.
(Quelle: Die DHS)
Die ungefähre Blutalkoholkonzentration kann mit folgender Formel berechnet werden:
Promille = (Gramm Alkohol) ÷ (Körpergewicht in kg × Reduktionsfaktor)
Der Reduktionsfaktor beträgt ca. 0,6 bei Frauen und 0,7 bei Männern. Die Formel liefert nur Näherungswerte.
(Quelle: Die DHS)
Im Blut: ca. 6 bis 12 Stunden.
Im Urin: 12 bis 48 Stunden, bei EtG-Nachweis bis zu 80 Stunden.
Im Atem: einige Stunden.
In den Haaren: bis zu 3 Monate (je nach Haarlänge und Analyseform).
(Quelle: Die DHS)
Als risikoarm gelten laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):
Für Männer: maximal 24 g reiner Alkohol pro Tag (ca. 0,6 Liter Bier).
Für Frauen: maximal 12 g pro Tag (ca. 0,3 Liter Bier).
Mindestens zwei alkoholfreie Tage pro Woche werden empfohlen.
Aber generell ist Alkoholkonsum nie ohne Risiken!
(Quelle: Die DHS)
Missbrauch bezeichnet den schädlichen Konsum mit sozialen, psychischen oder körperlichen Folgen.
Abhängigkeit liegt vor, wenn Kontrollverlust, Toleranzentwicklung und Entzugssymptome auftreten. Es handelt sich hierbei um eine medizinisch anerkannte Krankheit.
(Quelle: Die DHS)
- Einschränkung der Urteils- und Reaktionsfähigkeit
- Erhöhtes Unfall- und Verletzungsrisiko
- Aggressivität und Konflikte
Alkoholvergiftung mit potenziell lebensbedrohlichen Folgen
(Quelle: Die DHS)
- Leberschäden (z. B. Fettleber, Leberzirrhose)
- Schädigungen des Gehirns und Nervensystems
- Krebserkrankungen (z. B. Mund, Speiseröhre, Leber)
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Soziale und psychische Beeinträchtigungen
(Quelle: Die DHS)
Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann zu schweren Schädigungen führen, insbesondere zum Fetalen Alkoholsyndrom (FAS). Dieses geht einher mit geistigen, körperlichen und sozialen Entwicklungsstörungen. Bereits geringe Mengen Alkohol können schädlich sein.
(Quelle: Die DHS)
Unter Binge-Drinking versteht man das Konsumieren großer Mengen Alkohol in kurzer Zeit, meist definiert als fünf oder mehr alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit. Dieses Verhalten ist besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen verbreitet.
(Quelle: Die DHS)
Alkohol beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit erheblich. Bereits geringe Mengen können die Reaktionszeit verlängern und das Unfallrisiko deutlich erhöhen. Schwere Unfälle unter Alkoholeinfluss sind häufig.
(Quelle: Die DHS)
0,0 ‰: für Fahranfängerinnen in der Probezeit und Fahrerinnen unter 21 Jahren
0,5 ‰: generelle Grenze für Pkw-Fahrer*innen (bei Verstoß drohen Bußgeld und Fahrverbot)
1,1 ‰: absolute Fahruntüchtigkeit (Straftat, Führerscheinentzug)
Ab 0,3 ‰: bei auffälligem Verhalten oder einem Unfall droht ebenfalls ein Strafverfahren
(Quelle: Die DHS)
Die MPU ist ein Gutachtenverfahren zur Überprüfung der Fahreignung, z. B. nach Alkoholdelikten im Straßenverkehr. Sie umfasst medizinische Tests, psychologische Gespräche und ggf. Leistungstests.
(Quelle: Die DHS)