Kokain-/ Heroinabhängigkeit


Kokain

Kokain ist ein weißes, kristallines Pulver, das aus den Blättern des südamerikanischen Kokastrauchs gewonnen wird. Es gehört zu den Stimulanzien und ist in Deutschland nach dem BtMG verboten.

Quelle: Home- drugcom

Es blockiert die Wiederaufnahme von Neurotransmittern (vor allem Dopamin, Noradrenalin, Serotonin) im Gehirn, was zu starker Euphorie, Wachheit und Antriebssteigerung, aber auch zu Angst und Unruhe führen kann.

  • Herzrasen, Bluthochdruck bis hin zu Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • Angstzustände, Paranoia,
  • Panikattacken, Übelkeit, Schlaflosigkeit, Krampfanfälle

  • Starkes psychisches Verlangen (Craving) und Abhängigkeit
  • Schäden an Herz, Leber, Nieren
  • Chronische Schleimhautschäden (z. B. Nasenlochdurchlöcherung), Lungenschäden bei Crack
  • Depressive „Crash“-Phasen nach dem Rausch

Urin: 2–4 Tage (bei Dauerkonsum bis zu 30 Tage)

Blut: bis zu 24 Stunden

Haare: mehrere Monate (ca. 1 cm Haar ≙ 1 Monat)

Eine Mischung aus Kokain (Stimulans) und Heroin (Depressivum), meist intravenös gegeben.

Das aufputschende Kokain kaschiert die atemdepressive Wirkung des Heroins, sodass eine tödliche Überdosis unbemerkt bleibt. Häufig Herz-Kreislauf-Versagen und plötzlicher Tod.

Synthetische Substanzen, die als „Kräutermischungen“ oder „Badesalze“ verkauft werden und Wirkungen z. B. von Cannabis, Ecstasy oder Amphetaminen imitieren.

Den Wirkstoffgehalt kennen Konsument:innen oft nicht – dadurch unvorhersehbare Potenz, Krampfanfälle, Psychosen, Kreislaufkollaps und Todesfälle wurden dokumentiert

Chemisch veränderte Neue Psychoaktive Substanzen, die fälschlich als „für die Forschung“ deklariert werden, um Gesetze zu umgehen.

Kaum oder gar nicht erforscht: Risiko unvorhersehbarer, teils lebensbedrohlicher Wirkungen bis hin zu Organversagen und Psychosen.

Heroin

Heroin (chemische Bezeichnung: Diacetylmorphin) wird aus Rohopium gewonnen. Opium ist der eingetrocknete Milchsaft der Pflanze Schlafmohn. Daraus wird in einem Zwischenschritt Morphin extrahiert, welches anschliessend mittels einer chemischen Reaktion mit Essigsäure in Heroin umgewandelt wird. Heroin ist ein halbsynthetisches, stark schmerzstillendes Opioid, das ein sehr hohes Abhängigkeitspotenzial aufweist.

Quelle: Infodrog

Bei jeder psychoaktiven Substanz hängt die Wirkung von der Dosierung und der Wirkstoffkonzentration ab. Darüber hinaus beeinflussen auch die Person (Alter, Geschlecht, Gewicht), deren Grundstimmung («Set») sowie die Situation und die Umgebung («Setting») das Konsumerlebnis.

Heroin hat eine stark euphorisierende, ausgleichend-beruhigende und angstlösende Wirkung. Es treten Gefühle von Geborgenheit und tiefer Selbstzufriedenheit auf, und Sorgen verlieren an Bedeutung. Weitere akute körperliche Folgen des Heroinkonsums sind: Verlangsamung der Atmung, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, Blutdruckabfall, Pulsverlangsamung, Pupillenverengung («Stecknadelpupillen») und Harnverhaltung (Behinderung der Entleerung der Harnblase).

Bei intravenösem Konsum tritt die Wirkung innerhalb von 10 Sekunden ein, geraucht oder gesnieft nach ein paar Minuten. Die Wirkdauer beträgt in der Regel zwischen 2-5 Stunden.

Fentanyl, Nitazen und ihre Derivate sind bereits in sehr geringen Mengen hochwirksam. Für die Konsumierenden ist oftmals nicht nachvollziehbar, was genau in welcher Menge und Potenz enthalten ist. Daher reichen oft schon kleine Unterschiede in der Dosis aus, um eine Überdosierung zu verursachen.

Quelle: Infodrog

Die Folgen des Opioidkonsums hängen eng mit der Konsumform zusammen. Sniefen kann zu einer Schädigung der Nasenscheidewände und Schleimhäute führen. Beim Rauchen kann es zu einer Schädigung der Bronchien und Verkleben der Lunge kommen. Beim Injizieren sind Entzündungen der Venen häufig, und das Risiko der Ansteckung mit übertragbaren Krankheiten (Hepatitis C, HIV) ist stark erhöht.

Der Dosierung kommt eine grosse Bedeutung zu, da die Grenze von einer verträglichen zu einer tödlichen Dosis sehr gering ist. Die Unterschiede im Wirkstoffgehalt verschiedener Substanzen sind darüber hinaus beträchtlich, was Überdosierungen begünstigen kann. Fentanyl beispielsweise ist etwa fünfzigmal stärker als Heroin und rund hundertmal stärker als Morphin. Bei einer Überdosierung kann es zu einer starken Reduktion der Atemfrequenz oder gar zum Atemstillstand mit potenziellen Hirn- und Organschädigungen bis hin zum Tod kommen. Bei einer Überdosis sollte immer ärztliche Hilfe hinzugezogen werden.

Gerade beim Konsum mit weiteren sedierenden Substanzen wie Alkohol oder Benzodiazepinen steigt die Gefahr einer lebensgefährlichen Überdosis sehr stark an. Heroin wird oft auch zusammen mit Kokain konsumiert. Diese Mischung wird umgangssprachlich «Cocktail» oder «Speedball» genannt. Da die beiden Drogen entgegengesetzt wirken, wird der Kreislauf stark belastet und die Gefahr einer Überdosierung ist besonders hoch.

Beim Opioidkonsum können schwerwiegende Folgen wie Verwirrung, Erinnerungslücken, undeutliche und verwaschene Sprache sowie Koordinationsstörungen, extreme Verstopfung und eine Verringerung der sexuellen Lust auftreten.

Opioide machen rasch physisch und psychisch abhängig, mit starken Entzugssymptomen, die 8–12 Stunden nach der letzten Einnahme auftreten. Typische Entzugssymptome sind Schweissausbrüche und Kälteschauer, Augen- und Nasenrinnen, Erbrechen, Durchfall, Unruhe, Gereiztheit, Schwäche, Angst, depressive Zustände, schmerzhafte Krämpfe und Schlaflosigkeit. In seltenen Fällen treten auch Halluzinationen, Krampfanfälle und psychotische Phasen auf.

Längerfristige körperliche Schädigungen entstehen hauptsächlich durch gefährliche Beimischungen und Verunreinigungen des Heroins, nicht durch das Heroin selbst. Durch die teilweise sehr schwierigen Lebensumstände der Konsumierenden (schlechte Injektionshygiene, Spritzentausch, Prostitution, mangelhafte Ernährung) können verschiedene Erkrankungen (z. B. Mangelerkrankungen und Infektionskrankheiten wie Aids infolge einer HIV-Infektion oder eine Leberinfektionen infolge einer Hepatitis-C-Infektion) auftreten.

Die Anzeichen einer Schwangerschaft werden von Konsumierenden oft sehr spät erkannt, da sie Übelkeit und Erbrechen für Entzugssymptome halten. Beim Konsum während der Schwangerschaft wird der Fötus starken gesundheitlichen Risiken ausgesetzt (z. B. Wachstumsverzögerung, Störung der Sauerstoffversorgung). Ein abrupter Entzug während der Schwangerschaft erhöht das Risiko einer Totgeburt. Aus diesem Grund wird oft eine Substitutionsbehandlung (z. B. mit Methadon) eingeleitet, verbunden mit einer psychosozialen Betreuung. Für das Neugeborene bestehen Risiken wie Frühgeburt (Hirnschäden, Atemprobleme), niedriges Geburtsgewicht, geringer Kopfumfang, Entzugssymptome (exzessives Saugen, Muskelkrämpfe, Fieber, Schlaf- und Ernährungsstörungen) sowie ein HIV- und Hepatitis-Risiko, sofern die Mutter infiziert ist.

Quelle: Infodrog

  • Starke Abhängigkeit: Körper und Geist gewöhnen sich sehr schnell an Heroin. Wer einmal regelmäßig spritzt oder schnupft, braucht bald immer mehr, um denselben Effekt zu spüren.
  • Toleranzentwicklung: Die gewünschte Wirkung (Schmerzlinderung, „Rush“) wird nach kurzer Zeit schwächer – der Teufelskreis beginnt.
  • Soziale Probleme: Jobverlust, Geldsorgen, Konflikte mit Familie und Freund:innen sind häufige Folgen.