Mediensucht
Für den Begriff „Mediensucht“ gibt es noch keine einheitliche Definition. Im Allgemeinen wird darunter ein Medienkonsum verstanden, der Merkmale einer Abhängigkeit aufweist. Mediensucht zählt zu den sogenannten Verhaltenssüchten.
Zur Mediensucht gehören wiederum spezifische Formen wie beispielsweise die Computerspielsucht oder die exzessive Nutzung von Social Media. Eine offiziell klinisch eindeutige Diagnose lässt sich bislang nur für die Computerspielsucht stellen. Eine Beratung, wie sie beispielsweise über DigiSucht angeboten wird, kann allerdings zu allen Formen der Mediensucht erfolgen.
Quelle: DigiSucht
Viele Apps und Plattformen nutzen psychologische „Köder“ (z. B. Push-Nachrichten, Endlos-Scrollen, Likes), die unser Belohnungszentrum im Gehirn immer wieder mit Dopamin anregen. Ähnlich wie bei stoffgebundenen Süchten („Craving“) entsteht ein starker Drang, das nächste Mal wieder reinzuschauen – und der Zeitumfang wächst unbemerkt an.
Quelle: DigiSucht
- Schlafprobleme durch nächtliches „Nach-dem-Licht-ausgeh·n“-Scrollen
- Konzentrationsstörungen, weil ständige Unterbrechungen durch Benachrichtigungen
- Reizbarkeit und Antriebslosigkeit bei Medienabstinenz („Entzugserscheinungen“)
Haltungs- und Augenbeschwerden (Nacken, trockene Augen) durch langes Starren aufs Display
Quelle: DigiSucht
- Sozialer Rückzug: Freunde und Familie leiden unter Vernachlässigung
- Psychische Probleme wie Niedergeschlagenheit, Angst oder depressive Verstimmungen
- Körperliche Folgen: Haltungsschäden, Übergewicht durch Bewegungsmangel
Leistungsabfall in Schule, Studium oder Beruf durch permanente Ablenkung
Quelle: DigiSucht
- Caritas-Suchtberatungsstellen: Persönlich vor Ort (Postleitzahl-Suche auf caritas.de) oder per Online-Chat/E-Mailcaritas.de
- Fachverband Medienabhängigkeit e. V.:www.fv-medienabhaengigkeit.de
- Portal „Erste Hilfe Internetsucht“: erstehilfe-internetsucht.de (Adressen-Datenbank)
- Selbsthilfegruppen: z. B. über Caritas-Jugendselbsthilfe oder Verbände wie „Mindzone“
- DigiSucht
- Handy-Timer stellen (z. B. „Bildschirmzeit“ bei iOS / „Digitales Wohlbefinden“ bei Android).
- Klare Offline-Phasen einplanen (z. B. keine Geräte während der Mahlzeiten oder ab 20 Uhr).
- Bewusst analoge Aktivitäten suchen (Spaziergänge, Lesen, Sport).